Strategischer Hebel statt juristischer Pflichtübung: Proaktive OT-Cybersicherheit schützt nicht allein vor Sanktionen, sondern verbessert auch die Wettbewerbsposition. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus weg von rein technischen Maßnahmen hin zu einer betrieblichen Gesamtverantwortung.
Predictive Maintenance entfaltet ihr Potenzial vor allem dort, wo Ausfälle selten, aber mit hohen Kosten einhergehen. Kritische Produktionslinien, schwer zugängliche Infrastruktur oder Anlagen mit langen Wiederanlaufzeiten sind typische Kandidaten.
Mit der Digitalisierung der Fabrikhalle entwickelt auch sie sich zu einem Teil der globalen Cyberbedrohungslage. Für regulierte Industrien stellt sich daher eine zentrale Frage: Wie lässt sich Sicherheit in der Produktion erhöhen, ohne die Stabilität der Anlagen zu gefährden – und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen?
In vielen Produktionsbetrieben schlummern täglich Millionen Prozesswerte in Historian-Systemen, SCADA-Umgebungen und Datenbanken – präzise erfasst, sorgfältig archiviert, aber im Alltag kaum genutzt. Genau dort entsteht der eigentliche „Datenfriedhof“.
Mit der NIS2-Richtlinie hat die Europäische Union einen weiteren Schritt in die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft geschaffen. Die Mitgliedstaten haben nun bis zum Oktober 2024 Zeit, die technischen Entwicklungen zu monitoren und die rechtlichen Anforderungen umzusetzen.
Seit dem 1. Mai 2023 verlangen das Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Energiewirtschaftsgesetz von Betreibern kritischer Infrastrukturen und von Energieverteilungsnetzen ein System zur Angriffserkennung

