Drei autarke Wasserwerke, ein gemeinsamer Datenraum
UNTERNEHMEN
Stadtwerke Gütersloh GmbH
BRANCHE
Trinkwasserversorgung
STANDORT
Gütersloh
KUNDE SEIT
2004
100+
automatisierte Betriebsberichte
143.424
Prozessdaten / Tag
5,5 Mio
m³ Trinkwasser / Jahr
Ausgangssituation
Von der gewachsenen Insellösung zum integrierten System
Die Stadtwerke Gütersloh standen vor einer Situation, die für Unternehmen mit kritischer Infrastruktur echten Handlungsbedarf bedeutet: Eine Softwarelösung, die über Jahre zuverlässig ihren Dienst getan hat – aber an einer einzigen externen Person hing für Updates und Weiterentwicklung. Und absehbar war: Neue regulatorische Anforderungen würden kommen, die das System nicht mehr erfüllen könnte.
Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das kein theoretisches Risiko – es ist eine strategische Aufgabe.
Wachsender Bedarf an Anlagentransparenz
Betriebsdaten lagen verteilt vor – kein ausreichend durchgängiger Überblick über Verläufe, Verbräuche oder Auffälligkeiten über alle drei Werke.
Steigende regulatorische Anforderungen
Steigende Anforderungen an Datenweitergabe und Nachweise – aber kein System, das schnell und flexibel reagieren konnte.
Wachsender Bedarf an Anlagentransparenz
Betriebsdaten lagen verteilt vor – kein ausreichend durchgängiger Überblick über Verläufe, Verbräuche oder Auffälligkeiten über alle drei Werke.
Steigende regulatorische Anforderungen
Steigende Anforderungen an Datenweitergabe und Nachweise – aber kein System, das schnell und flexibel reagieren konnte.
“Uns war klar: Wir brauchen eine vorausschauende Lösung, die mit den künftigen Anforderungen wächst.”
Viktor Heide, Technische Planung Wassergewinnung · Stadtwerke Gütersloh
Anforderungen & Partnerwahl
Produkt + Know-how. Beides zählt.
Die Stadtwerke Gütersloh suchten eine Lösung, die technisch überzeugt – und einen Partner, der auf Augenhöhe arbeitet und das Team befähigt.
Gefordert war eine einheitliche Lösung für Archivierung, Berichtswesen, Alarmierung und Visualisierung – jedes Werk autark betreibbar, kritische Meldungen über mindestens zwei unabhängige Wege gesichert, die Plattform selbst zukunftsfähig mit regelmäßigen Updates und Reaktionsfähigkeit auf neue Sicherheitsstandards.
Ein Ansprechpartner. Für alles.
Kein Wechsel zwischen Anbietern – ein Partner, der das Zusammenspiel aller Komponenten versteht und dauerhaft supporten kann.
Befähigung statt Abhängigkeit
Schulungen und Dokumentation, damit das Team eigenständig arbeiten kann – ohne für jede Änderung einen Dienstleister zu beauftragen.
Software, die nicht stehenbleibt
acron, AIP und JUNE5 werden kontinuierlich weiterentwickelt – Investitionsschutz statt technische Sackgasse.
Aktive Begleitung
VIDEC informiert proaktiv über Neuerungen – per Webmeeting, Vortrag oder direktem Kontakt. So bleibt das Team nah an allen relevanten Entwicklungen.
“Die Software ist intuitiv – man kommt wirklich gut damit zurecht. Und die Schulungen haben noch mal die nötige Tiefe gegeben. Man ist recht schnell eingestiegen und hat sich gut aufgehoben gefühlt.”
Viktor Heide, Technische Planung Wassergewinnung · Stadtwerke Gütersloh
Lösung
Stabile Datenbasis und strategischer Weitblick
VIDEC implementierte gemeinsam mit dem Kunden eine skalierbare, robuste Lösung – aus einer Hand, aufeinander abgestimmt, dauerhaft weiterentwickelt.
ACRON
Manipulationssichere Langzeitarchivierung
Jedes Wasserwerk erhielt eine eigene iFIX- und acron-Serverstation, die vollständig autark läuft. Über den acron Mirror tauschen die Werke kontinuierlich Daten aus – fällt die Verbindung aus, archiviert jedes Werk eigenständig weiter und gleicht sich beim nächsten Verbindungsaufbau automatisch ab. Das Ergebnis:
→ Alle relevanten Daten stehen an jedem Standort vollständig und jederzeit zur Verfügung – manipulationssicher und lückenlos.
Daten- und Anlagentransparenz
Die Graphenfunktion macht Tagesverläufe auf einen Blick sichtbar – das Zusammenspiel der drei Werke, die Leistung der Filteranlagen, Spitzenabnahmen.
→ acron ist so konzipiert, dass Anwender mit unterschiedlichem technischen Hintergrund schnell damit arbeiten können – ohne lange Einarbeitungszeiten.
JUNE5
Aus Daten wird ein strategischer Vorteil
Über JUNE5 lassen sich acron-Daten direkt mit externen Quellen kombinieren: Wetterdaten, Grundwasserstände, Förderrechte, Stromverbräuche. Ein Dashboard zeigt, wie die aktuelle Wasserförderung im Verhältnis zu den genehmigten Förderrechten steht – inklusive Prognose und Ampelfunktion.
→ Die aufbereiteten Dashboards werden auf allen Ebenen genutzt: vom Betrieb bis zur Leitungsebene.
AIP
Zuverlässige Alarmierung mit Redundanz
AIP sichert kritische Meldungen über mindestens zwei unabhängige Wege – VoIP und GSM. Fällt ein Weg aus, greift der andere automatisch. Gerade bei kritischer Infrastruktur ist das keine Kür, sondern Pflicht: Eine Meldung muss ankommen, immer und unabhängig vom Meldeweg.
→ Individuelle Meldeansagen und eine Meldeschwallunterdrückung sorgen dafür, dass das Team auch bei häufigen Ereignissen handlungsfähig bleibt und den Überblick behält.
Bilder: Wasserwerke Langer Weg, Nordrheda-Ems und Quenhorn | © Stadtwerke Gütersloh GmbH
“Das ist natürlich ein Riesengewinn – man kann sich die Kurven anschauen, die Verläufe und Abhängigkeiten entdecken. Und dann kann man sich auch für die Zukunft optimiert aufstellen. […] Wenn nachts ein Türkontakt aufgeht, muss das AIP funktionieren. Und das tut es – zuverlässig, jedes Mal.”
Viktor Heide, Technische Planung Wassergewinnung · Stadtwerke Gütersloh
Ergebnisse & Mehrwert
Fast 20 Jahre im Einsatz sprechen für sich: Was acron im Unternehmen verändert hat
Automatisiertes Berichtswesen & Compliance
Berichte, die früher manuell zusammengestellt wurden, laufen heute automatisiert. Alle Betriebsdaten sind rückwirkend über Jahre abrufbar – die Grundlage für Behördenkommunikation, Wasserrechte und regulatorische Nachweise.
Mehr Zeit für das Wesentliche. Sicherheit bei Audits und Anfragen.
Neue Analysemöglichkeiten auf allen Ebenen
JUNE5 hat nicht nur bestehende Auswertungen beschleunigt – es hat Betrachtungen möglich gemacht, für die vorher keine Zeit war. Dashboards mit Prognose und Ampelfunktion werden heute vom Betrieb bis zur Leitungsebene genutzt.
Bessere Prognosen, bessere Entscheidungen auf allen Ebenen.
Redundanz, die funktioniert
Kritische Meldungen laufen über zwei unabhängige Wege. Fällt einer aus, greift der andere – auch nachts, auch bei Leitungsschäden. Kein Single Point of Failure mehr in der Alarmkette.
Zuverlässigkeit auf KRITIS-Niveau.
Mehr Selbstständigkeit, weniger Abhängigkeit
Kollegen greifen heute selbst auf Dashboards zu – ohne Umweg über den Systemverantwortlichen. Und bei Fragen steht VIDEC schnell und direkt bereit, mit namentlich bekannten Ansprechpartnern, die tief im Thema sind.
Entlastung im Alltag. Support, der wirklich reagiert.
“Wir wollten einen Anbieter, der das Gesamtsystem versteht und uns dabei supporten kann. Und dass wir selbst in der Lage sind, damit zu arbeiten – das war genauso ausschlaggebend.”
Viktor Heide, Technische Planung Wassergewinnung · Stadtwerke Gütersloh
Ausblick
Die nächsten Schritte
Mobile Wartung
Wartungsdaten künftig direkt mobil vor Ort erfassen – am Smartphone, direkt an der Anlage, ohne Medienbruch. Die erfassten Anlagendaten bilden zugleich die Grundlage für vorausschauende Wartung und Instandhaltung – Auffälligkeiten lassen sich früh erkennen, bevor sie zum Problem werden.
Unternehmensweites Datenbild
Via JUNE5 sollen künftig Energieverbrauch, PV-Anlagen und Verkaufszahlen zusammengeführt werden – für ein vollständiges Bild der gesamten Versorgungsinfrastruktur.
Kundenprofil
Stadtwerke Gütersloh GmbH
Trinkwasser in höchster Qualität – rund um die Uhr
Die Stadtwerke Gütersloh stellen kein klassisches Industrieprodukt her – sie gewinnen, fördern und reinigen das wichtigste Lebensmittel der Welt: Trinkwasser in höchster Reinheit nach DIN 2000. Drei hochgradig automatisierte Wasserwerke produzieren gemeinsam rund 5,5 Millionen m³ Trinkwasser pro Jahr.
Was das Unternehmen besonders macht: die Verbindung aus modernster Technik und tiefer lokaler Verwurzelung. Die Stadtwerke stehen für Qualität, Nähe und Verlässlichkeit, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit hochwertigem Trinkwasser zu gewährleisten.
Der Maßstab, an dem sich die Stadtwerke messen lassen: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag läuft in Gütersloh und Umgebung Trinkwasser in Spitzenqualität aus dem Hahn – ohne dass jemand darüber nachdenken muss. Das ist das Ergebnis guter Arbeit hinter den Kulissen.






